MITEINANDER für Stavenhagen - Hospitation an der KGS Stavenhagen

Kooperation ist ein Dauerbrenner in Diskussionen über Schulqualität. In Stavenhagen trägt sie bereits heute beeindruckende Früchte.
Schule, Stadt und externe Partner arbeiten hier beispielhaft an einem gemeinsamen Ziel. Allen Schülern werden in den sogenannten Profilklassen verschiedenste Angebote aus den Bereichen Sport, Musik, Kunst und Theater gemacht. Hier können Sie sich unabhängig von individuellen Lernvoraussetzungen und sozialer Herkunft ausprobieren. So werden Stärken entdeckt und ausgebaut aber auch Reserven erkannt und individuelle Lernwege beschritten. Besser kann man Schüler nicht auf das (Berufs)Leben vorbereiten.
Deshalb waren sich auch tatsächlich alle Teilnehmer der Hospitation einig, dass die Erfahrungen mit externer und interner Kooperation in Stavenhagen auch für ihre jeweiligen Schulen und Arbeitsbereiche außerordentlich nützliche Erkenntnisse beinhalteten.

Schauen Sie doch mal auf der Homepage des Schulcampus vorbei und/oder achten Sie auf die  nächsten Hospitationsangebote der Serviceagentur „Ganztägig lernen“ MV.
Das aktuelle Hospitationsprogramm finden Sie hier.

 

 

Der Zeit voraus

 

Ein aktuelles Thema der Bildungspolitik in Mecklenburg-Vorpommern ist zurzeit die Budgetierung von Ganztagsstunden ab dem Schuljahr 2013/14. Für dieses Vorhaben wurde u. a. eine Lenkungsgruppe gebildet in der Vertreter des Ministeriums, der Serviceagentur „Ganztägig lernen“ M-V und von allen Schularten im Land gemeinsam über Hoffnungen, Möglichkeiten und konkrete Rahmenbedingungen diskutieren. Ein zentrales Ziel der Budgetierung ist es neue externe Kooperationspartner für Ganztagsschulen zu gewinnen.

Lutz Trautmann, der Schulleiter des Schulcampus Stavenhagen kann da bereits auf große Erfahrungen verweisen. Er arbeitet seit Jahren mit der Stadt Stavenhagen, ansässigen Vereinen und Firmen zusammen. Davon überzeugen konnte sich eine diesmal eher kleine Anzahl von Teilnehmer der Hospitationsreihe „Ganztagschulen öffnen Ihre Türen“ und was sie sahen überzeugte einhellig, wie die abschließenden Rückmeldungen deutlich machten.

Nach einer Einführung zum Konzept und den Rahmenbedingungen der Kooperation durch Lutz Trautmann besuchten die Teilnehmer die verschiedenen Angebote des Projektes Profilklassen. In diesem Projekt des Schulcampus entscheiden sich die Schüler der 5. Klassen für die Mitarbeit in der Theater-, Kunst-, Sport- oder Musikklasse. Dort können sie für zwei Jahre jahrgangsübergreifend, d.h. zusammen mit Schülern der 6. Klasse, individuelle Stärken ausbauen bzw. bislang unentdeckte Reserven weiterzuentwickeln. Aber auch Schwächen werden hier in offener und vertrauensvoller Atmosphäre benannt und abgebaut.

Während die Theaterklasse in den Räumen der Schule probte, war ein Teil der Sportler in der Halle auf dem Campus, aber auch in der Halle des ortsansässigen Budokan-Vereins aktiv.

In den Kellerräumen beschäftigten sich Schüler und Schülerinnen unter Anleitung von Frau Döbler, einer Künstlerin aus der Region mit Textilgestaltung – mit dem klaren Ziel die Schule schöner und leiser zu machen.

Abschließend präsentierten die Schüler aus der Musikklasse dirigiert von Frau Jacobs in der Aula einen Auszug ihres Könnens. Beeindruckend wie viele unterschiedliche Instrumente die Schüler unter Anleitung von Lehrern der Schule, der Regionalen Musikschule, der evangelisch-lutherischen Gemeinde Stavenhagen und der landeskirchlichen Gemeinschaft Stavenhagen erlernt haben und wie gut deren Zusammenspiel bereits klappte.

Die Profilklassen sind allerdings nur das größte, aber nicht das einzige Projekt des Campus. Zurzeit wird auch intensiv an der Realisierung eines bereits prämierten Projektes zur Renaturierung eines Biotops gearbeitet. Obwohl die Realisierung in die Hände von Firmen aus der Region gelegt werden musste, konnten sich die Schüler aktiv in die notwendigen Planungen einbringen. Eine wichtige Voraussetzung für die zukünftige Integration dieses außerschulischen Lernortes in den Unterrichtsalltag.

Die gute Zusammenarbeit von Stadt und Schule wurde auch von Herrn Salewski bestätigt, der sich extra Zeit nahm und vorbei schaute. Er war bis vor kurzem Lehrer am Schulcampus und ist gleichzeitig Präsident der Stavenhäger Stadtvertretung.

Aber Die Serviceagentur Ganztägig lernen bedankt sich bei dem Schulcampus Stavenhagen für einen Hospitationstag mit beeindruckenden Erlebnissen. Wir durften eine Schule erleben, die mit dem Glück des Tüchtigen von günstigen Rahmenbedingungen profitiert, die aber dank sorgfältiger Konzeptarbeit auch für Nachhaltigkeit sorgt. So können immer wieder Gastlehrer integriert werden aber auch die Teilnehmer dieser Hospitationsveranstaltung mit Erkenntnissen nach Hause fahren, die auch an ihren Schulen nicht erst ab dem nächsten Schuljahr von Interesse und Nutzen sein sollten.

 

Die KGS Stavenhagen hat, passend zur Hospitation eine Power Point Präsentation erstellt. Diese können Sie hier als pdf ansehen.